z`Lauterbach han i mein Strumpf verlore

"Woher kennen Sie Lauterbach?" egal wo immer sie diese Frage auch stellen kommt sofort als Antwort zurück. "Ist das nicht die Gemeinde, von welcher die Geschichte mit dem Strumpf erzählt wird?"

Früher war das Heidelbeersuchen in Lauterbach sehr verbreitet und war geradezu für die arme Bevölkerung eine Einnahmequelle. So sagt nun die Geschichte, dass ein Mädchen vom Heidelbeersuchen müde, am klaren Lauterbach Strümpfe und Schuhe auszog und dass ein schelmischer Bub heimlich einen der Strümpfe entwendet hätte und über einen Wegzeiger hängte, um dann aus einem Versteck zuzusehen, wie das Mädchen weinend ihren Strumpf suchte.
Und wenn sie einen Spaziergang durch Lauterbach unternehmen, finden sie diese Szene wieder vor dem Rathaus. Hier schuf der Bildhauer Martin Kirstein aus Winnenden im Jahr 1989 am Rathausbrunnen „Bub und Mädel“ in Bronze gegossen.
 
Diese Geschichte soll sich Ende des 18. Jahrhunderts zugetragen haben, den Luftkurort Lauterbach gibt es aber schon viel, viel länger.


"Z`Lauterbach han i mei Strumpf verlore" -
eine Volksweise zum Mitsingen.


Z´Lauterbach han i mei Strumpf verlore,
und ohne Strumpf gang i nit hoam!
No gang i halt wieder no´ Lauterbach,
und hol m´r den Strumpf zu mim oan!

Z´Lauterbach han i mei Herz verlore,
und ohne Herz kann i nit lebe!
Drum muaß i halt wieder no Lauterbach,
es Mädle soll seins mir gebe!

Und wenn i ins Lauterbach Tal nei gang,
no zieh i mei Stumpfhos a!
Und wenn i mei Mädle in d´r Kirch drinn seh´,
no guck´i koa Heil´ge me a!