Janina Hettich - Biathlon pur!

Biathletin Janina Hettich (*1996) ist hier in Lauterbach aufgewachsen und begann bereits mit 12 Jahren mit dem Biathlontraining beim SC Schönwald, dem sie heute noch angehört. Sie besuchte das Skiinternat in Furtwangen und war Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Todtnau.
Steil nach oben verlief ihre Karriere bereits im Jugend- und Juniorenbereich, wo sie bei insgesamt 16 deutschen Meisterschaften immer auf dem Podest stand und zahlreiche Titel feiern konnte. 2015 – 2017 nahm sie erfolgreich, jeweils mit TOP-TEN Plätzen an Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften teil.
Bereits im Alter von 19 Jahren bestritt sie 2016 ihr erstes Rennen bei den Damen im IBU-Cup. Seither konnte sie sich stetig steigern und in der Saison 2018/2019 erste Podiumsplätze im IBU-Cup verbuchen. Ein weiterer Höhepunkt für sie war die Silbermedaille in der Mixed-Staffel bei den Europameisterschaften 2019. In der Gesamtwertung im IBU-Cup belegte sie in der Saison 2018/2019 einen hervorragenden 4. Platz.
Aufgrund dieser tollen Ergebnisse wurde sie im März 2019 erstmals bei Weltcupfinale in Oslo/Norwegen bei zwei Einzelrennen eingesetzt.
 
Die sympathische aufstrebende Biathletin hat bereits im letzten Jahr zusammen mit ihrem Lebenspartner unweit ihres Elternhauses ein Haus gebaut, wo sie sich, wenn es die Wettkämpfe und das Training erlauben, zurückziehen kann.  

Begleiten Sie die erfolgreiche Sportlerin auch unter:
de-de.facebook.com/pages/category/Athlete/Janina-Hettich-398555067253155/


----------------------------------------------------------------------------

Janina Hettich erneut in der Lehrgangsgruppe 1a der Spitzenbiathletinnen des deutschen Skiverbandes

Mit Spannung erwartet wurde von zahlreichen Biathletinnen und Biathleten die Kadereinteilung des deutschen Skiverbandes mit den verschiedenen Lehrgangsgruppen für 2020/2021.
Mit Kristian Mehringer (Leiter Disziplintrainer) und Florian Steirer (Disziplin-Trainer) gehen die Damen der nationalen Spitze in der Lehrgangsgruppe Ia in ihre dritte Saison. Die gesamte Trainingsgruppe besteht aus Denise Herrmann, Franziska Preuß, Vanessa Hinz und Karolin Horchler, die den sogenannten Olympiakader-Status besitzen, sowie aus Maren Hammerschmidt, Franziska Hildebrand und erfreulicherweise weiter auch mit Janina Hettich, die alle drei den sogenannten Perspektivkader-Status besitzen.
Nicht mehr in der Lehrgangsgruppe Ia vertreten ist Anna Weidel, die zusammen mit Marion Deigentesch, Juliane Frühwirt, Stefanie Scherer, Sophia Schneider, Vanessa Voigt und Hanna Kebinger künftig der Lehrgangsgruppe Ib, der sogenannten „zweiten Reihe“ angehören wird.
 
Für das erste Weltcup-Trimester, ungefähr ein Drittel der Saison sind Denise Herrmann, Franziska Preuß und Vanessa Hinz gesetzt. Voraussetzung hierfür war eine Medaille bei der Weltmeisterschaft oder eine TOP 15 Platzierung im Gesamtweltcup.
Für die anderen vier Biathletinnen der Lehrgangsgruppe Ia, darunter Janina Hettich, gilt es sich nun über die Sommermonate bis zum Saisonstart im Weltcup am 28. November 2020 in Kontiolathi/Finnland einen der drei noch offenen Plätze zu sichern, was das erklärte der Ziel der 23-Jährigen, die weiterhin für den SC Schönwald startet, ist.
Maßgeblich sind nicht nur die Ergebnisse der deutschen Meisterschaften, die im Sommer stattfinden, sondern auch die Leistungen während der Trainingslager und bei internen Wettkämpfen. „Zur Vorbereitung nach Muonio in Lappland werden sieben bis acht Damen mitgenommen und dann wird entschieden, wer die drei offenen Startplätze erhält“, berichtete Bundestrainer Kristian Mehringer.
 
Groß war die Freude bei Janina Hettich über die Nominierung. „Für mich ist es wichtig, dass ich weiterhin in der Gruppe der national besten Biathletinnen trainieren kann, das bringt mich weiter voran“, bilanzierte sie.
Derzeit kann die Lauterbacher Biathletin relativ normal trainieren. Trotz der Einschränkungen ist sie mit Training, Praktikum und Studium voll ausgelastet.
Seit Ende April läuft ihr Training wieder auf Hochtouren, unter Auflagen am Stützpunkt, aber sie absolviert auch viele Einheiten, nach einen entsprechenden Trainingsplan, von zu Hause aus.
„Derzeit steht ausgiebig Grundlagentraining mit langen Laufeinheiten, Radfahren, Skirollern und Krafttraining auf dem Programm, dazu gehört natürlich auch das Grundlagenschießen“, erzählt die junge Biathletin.
Besonderes Augenmerk in der Vorbereitung wird Janina Hettich auf das Schießtraining legen. Ein neuer Schießtrainer beim DSV und ein weiterer Verantwortlicher im Schwarzwald sollen helfen die Leistungen am Schießstand zu optimieren. „Ich bin zuversichtlich, dass so und auch mit viel mentalem Training, das Schießen in der kommenden Saison wieder erfreulicher wird“, hofft sie. Dabei spielt sie auf den vergangenen Winter an, wo sie sich zwar ab Dezember für den Rest der Saison in der Weltcup-Mannschaft etablieren konnte, wo aber immer wieder durch durchwachsene Leistungen am Schießstand die tollen Laufleistungen nicht belohnt wurden und sie dadurch manche vordere Platzierung in den TOP 15 oder gar TOP 10 verpasste.
Zahlreiche Fans aus ihrer Heimat Lauterbach und Umgebung aber auch aus ihrer sportlichen Heimat in Schönwald und weit darüber hinaus würden sich sehr freuen, wenn die ehrgeizige Spitzensportlerin „weiter ihren Weg geht“, sich im kommenden Winter für das Weltcup-Team qualifiziert und dann die ohnehin schon spannenden Biathlonwettkämpfe für die heimischen Fans vor allem an den Bildschirmen noch attraktiver werden.  
 
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Vier Schießfehler werfen Janina Hettich auf Platz 62 zurück -
Denise Herrmann gewinnt Sprint in Nove Mesto/Tschechien vor leeren Rängen

Nach einer kurzen Wettkampfpause nach den Weltmeisterschaften stand im tschechischen Nove Mesto die nächste Bewährungsprobe für die Weltelite im Biathlon an.
Kurios und wohl einmalig waren die Bedingungen im ansonsten immer ausverkauften Biathlonmekka in Tschechien. Aufgrund des Corona-Virus fand der Wettkampf unter Ausschluss der Fans vor leeren Rängen statt.
Wie schon oft in dieser Saison waren auch bei diesem Sprintrennen über 7,5 km mit zwei Schießeinlagen die Bedingungen am Schießstand schwierig. Nur 6 der 98 Läuferinnen trafen alle 10 Ziele und kamen ohne Strafrunde aus.
Janina Hettich deren läuferische Form weiterhin konstant gut ist, nahm sich vor über möglichst sichere Schießleistungen ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Wie so oft ging sie das Rennen kontrolliert an, musste jedoch bereits beim Liegendschießen zwei Strafrunden in Kauf nehmen und fand sich danach mit einem Rückstand von 1:09 Minute auf dem 66. Platz wieder. Auf der Strecke konnte die Lauterbacher Biathletin dann zwar zahlreiche Plätze gut machen, zwei weitere Schießfehler verbunden mit weiteren Strafrunden warfen Janina Hettich nach dem stehenden Anschlag jedoch wieder auf den 64. Rang zurück. Auf der Schlussrunde konnte sie sich noch etwas verbessern und überquerte als 62. mit einem Rückstand von 2:52 Minute den Zielstrich.
Natürlich war die ehrgeizige Biathletin des SC Schönwald, trotz erneut sehr ordentlicher Laufzeit, mit den vier Schießfehlern nicht zufrieden.
Das Sprintrennen gewann in überragender Manier Denise Herrmann ohne Fehler mit Laufbestzeit. Platz 2 ging an die ebenfalls fehlerfrei schießende Französin Anais Bescond (+ 0:27 Minute) vor der Lokalmatadorin Marketa Davidova (1 Fehler/+ 0:50 Minute).
Ein gutes Rennen aus dem deutschen Team zeigte Franziska Preuss als 13. (2 Fehler/ + 1:35 Minute). Vanessa Hinz belegte Rang 28 (2 Fehler/ + 1:50 Minute) vor Karolin Horchler als 31. (1 Fehler/1:55 Minute). Knapp hinter Janina Hettich beendete Franziska Hildebrand auf Platz 65 (4 Fehler/ + 3:00 Minute) das Sprintrennen.
Ein Blick in die Ergebnisliste der reinen Laufzeit zeigte erneut, dass sich Janina Hettich dort überhaupt nicht zu verstecken braucht.
Denise Herrmann setzte einmal mehr die überragende Bestzeit. Franziska Preuss und Vanessa Hinz lagen dort jeweils 0:55 Minute zurück. Janina Hettich benötigte 1:11 Minute mehr als die Siegerin und lag noch knapp vor Franziska Hildebrand (+ 1:12 Minute) und deutlich vor Karolin Horchler (+ 1:29 Minute).
Nach dem Staffelrennen am Samstag werden die Wettkämpfe in Nove Mesto mit einem Massenstart am Sonntag abgeschlossen, bevor der „Weltcuptross“ nach Kontiolathi in Finnland weiter zieht.
Janina Hettich wird weiter an ihren Schießleistungen „feilen“, denn diese sind sicherlich der Schlüssel zu einer möglichen guten oder gar sehr guten Weltcupplatzierung. Dafür hofft die Jüngste im deutschen Team weiterhin in der Weltcupmannschaft berücksichtigt zu werden.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Janina Hettich für die Biathlon-Weltmeisterschaften in Antholz nominiert

Wettbewerbe finden vom 13. bis 23. Februar statt – DSV Sportführung beruft 11
Biathletinnen und Biathleten

Groß war die Freude am vergangenen Mittwoch bei Janina Hettich als die DSV-Sportführung die Nominierung für die Biathlon-Weltmeisterschaften im Südtiroler Antholz bekanntgab. Zusammen mit Denise Herrmann, Franziska Preuß, Vanessa Hinz und Karolin Horchler bildet sie das Damenteam beim Saisonhöhepunkt.
Bei den Herren erhielten Benedikt Doll, Arnd Peiffer, Philipp Horn, Philipp Nawrath, Johannes Kühn und Erik Lesser das Vertrauen der Trainer und Verantwortlichen.
 
Für die Damen und die Herren finden vom 13. bis 23. Februar jeweils Wettbewerbe im Sprint, Verfolger, Einzel und Massenstart statt. Zudem gibt es eine Damen- und Herrenstaffel sowie gemeinsam eine Single-Mixed- und eine Mixed-Staffel.
Wie die personelle Zusammensetzung in den einzelnen Rennen aussieht, wird erst vor Ort entschieden. Das deutsche Team darf bei Einzelrennen vier Biathletinnen bzw. Biathleten nominieren. Zusätzlich erhalten alle Weltmeister aus dem vergangenen Jahr ein persönliches Startrecht.
 
Für Janina Hettich bedeutet die Nominierung ein weiterer Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere. Bereits im Jugend- und Juniorenbereich war sie bei 16 Deutschen Meisterschaften immer auf dem Podium und konnte zahlreiche Titel feiern. 2015 – 2017 nahm sie erfolgreich, jeweils mit TOP-TEN Plätzen, an Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften teil. Bereits mit 19 Jahren war sie erstmals im IBU-Cup aktiv. Die Saison 2018/2019 konnte sie dort die Gesamtwertung auf dem tollen 4. Platz abschließen. Ein weiterer Höhepunkt war die Silbermedaille in der Mixed-Staffel bei den Europameisterschaften 2019. Die diesjährige Saison begann Janina Hettich nochmals im IBU-Cup, bevor sie vor Weihnachten ins Weltcupteam berufen wurde. Seither ist die sympathische Läuferin des SC Schönwald Bestandteil der deutschen Weltcupmannschaft. Nach guten Ergebnissen in den Einzelrennen feierte sie beim letzten Weltcup in Pokljuka/Slowenien in der Mixed-Staffel mit Platz 3 ihre erste Podiumsplatzierung im Weltcup.
 
Bei den Weltmeisterschaften hofft die Jüngste im deutschen Team natürlich auf den einen oder anderen Einsatz. Nur um zu lernen will die ehrgeizige Lauterbacherin jedoch nicht zu den Welttitelkämpfen fahren. Sie will ihre stetig verbesserten Leistungen auch bei der WM zeigen und damit ihre Nominierung rechtfertigen und „vielleicht den einen oder anderen Glanzpunkt setzen.“



 
 
 



--------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Erstes Podest für Janina Hettich im Biathlon Weltcup

Deutsche Mixed Staffel mit nur 5 Nachladern auf tollem 3. Platz – Biathleten empfehlen sich für die Weltmeisterschaften

Erneut eine tolle Chance sich zu präsentieren erhielt Janina mit der Nominierung für die deutsche Mixed-Staffel im Rahmen der Weltcup-Wettbewerbe im slowenischen Pokljuka.
Da Franziska Preuss in der Single-Staffel eingesetzt wurde und da Denise Herrmann, Arndt Peiffer und Benedikt Doll für die WM geschont wurden, erhielten Philipp Horn, Johannes Kühn, Janina Hettich und Vanessa Hinz das Vertrauen der deutschen Mannschaftsführung.
Fest entschlossen diese Chance zu nutzen, boten bereits zu Beginn Philipp Horn und Johannes Kühn den Gebrüdern Boe (Norwegen) und den Franzosen Fillon Maillet sowie Desthieux die Stirn.
So betrug der Rückstand auf die Superläufer aus Norwegen und Frankreich lediglich 35 bzw. 16 Sekunden, als Johannes Kühn an Janina Hettich, die die dritte Teilstrecke bestritt, übergab.
Janina Hettich zeigte erneut keine Scheu vor großen Namen, „machte ihr Ding“, verlor zwar etwas auf die Französin Justine Braisaz, holte jedoch gegenüber Norwegen auf. Mit perfekten fünf Treffern nahm sie die Verfolgung der beiden Führenden auf. Bei der zweiten Schießeinlage blieben zwar zwei Scheiben stehen, mit zwei Nachladern, die im Ziel waren, hielt Janina Hettich die deutsche Staffel jedoch klar auf Kurs Podest.
Auf der Schlussrunde sahen die zahlreichen Zuschauer an der Strecke und an den Bildschirmen wieder eine perfekte kämpferische Leistung. Sie holte sogar auf die Führende Braisaz geringfügig auf, vor allem aber verringerte sie den Abstand zur zweitplatzierten Norwegerin um 30 Sekunden und schickte Vanessa Hinz mit nur noch 5 Sekunden Rückstand auf Platz zwei als Dritte auf die Schlussrunde.
Vanessa Hinz, die bei den beiden letzten Damen-Staffeln Probleme am Schießstand hatte, machte ebenfalls ein ganz starkes Rennen und konnte zeitweise Norwegen mit Ingrid Landmark Tandrevolt noch unter Druck setzen. Zwei Nachlader von Hinz entschieden dann den Kampf um Platz 2 zu Gunsten von Norwegen.
Den Sieg sicherte sich Frankreich (8 Nachlader) vor Norwegen (4 Nachlader/+ 0:41 Minute) und der deutsche Staffel (5 Nachlader/+ 1:01 Minute).
Eine glückliche Janina Hettich erlebten die Zuschauer dann sowohl beim Interview als auch bei ihrer ersten Siegerehrung im Weltcup.
„Zuerst habe ich mich riesig über die Nominierung gefreut und war dann doch sehr nervös. Läuferisch lief es heute wieder sehr gut, vor allem hatte ich am Schießstand meine Nerven im Griff“, freute sich die 23- jährige.
Der 3. Platz in der Mixed-Staffel gegen starke Konkurrenz bedeuteten der Biathletin des SC Schönwald viel, markierte er wieder einen „Meilenstein“ in der noch jungen Karriere von Janina Hettich.
Da mit Denise Herrmann, Franziska Preuss und Vanessa Hinz nach wie vor nur drei Biathletinnen die offizielle Norm für die Weltmeisterschaft geschafft haben und da davon ausgegangen werden kann, dass für das deutsche Biathlonteam mindestens fünf Damen berücksichtigt werden, hofft Janina Hettich weiter bei der WM dabei zu sein.
Die Wettbewerbe bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Antholz/Südtirol finden vom 13. – 23. Februar 2020 statt.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Letztes Schießen kostet Janina Hettich eine Spitzenplatzierung im Weltcup

Drei Schießfehler und eine sehr gute Laufleistung sichern Lauterbacher Biathletin mit Platz 26 zahlreiche Weltcuppunkte
Das letzte Wettkampfwochenende im Biathlon Weltcup vor den Weltmeisterschaften begann in Pokljuka in Slowenien mit einem Einzelrennen über 15 km. Neben dem schweren Kurs lag der Fokus der Läuferinnen insbesondere auf dem Schießstand, denn jeder Fehler wurde bei diesem Rennen nicht mit einer Extrarunde, sondern gleich mit einer Strafminute geahndet.
Spannung pur herrschte im deutschen Team, denn vor den letzten Wettbewerben waren nur Denise Herrmann, Franziska Preuss und Vanessa Hinz für die Weltmeisterschaft qualifiziert.
Janina Hettich ging nach ihren durchwachsenen Ergebnissen von Ruhpolding hochmotiviert in den Einzelwettbewerb, um sich weiter für die WM im Gespräch zu halten.
Beim ersten stehenden Anschlag blieb eine Scheibe schwarz und so stand zu diesem Zeitpunkt ein 49. Platz mit 1:24 Rückstand im großen Feld der genau 100 Starterinnen aus der ganzen Welt zu buche. Stehend zeigte sich Janina Hettich dann ganz stark und räumte schnell alle Scheiben ab, sodass sie sich bereits auf Platz 27 (+ 1:50 Minute) verbessern konnte. Nach dem dritten Schießen verbesserte sie sich, erneut ohne Fehler, auf Rang 12 (+ 2:06 Minute). Leider bedeuteten zwei Fehler ausgerechnet beim letzten Schießen zwei weitere Strafminuten, sodass Janina Hettich als 28. (+ 4:35 Minute) die Schlussrunde in Angriff nahm. Dort verlor sie erneut nur wenig Zeit auf die Spitze und beendete den Einzelwettbewerb nach insgesamt drei Fehlern auf einem sehr guten 26. Rang (+ 4:49 Minute).
Beim abschließenden Fernsehinterview zeigte sich die Biathletin des SC Schönwald sehr zufrieden mit ihrem Ergebnis. „Läuferisch habe ich mich auf der schweren Strecke sehr gut gefühlt. Für ein Spitzenergebnis müsste ich beim Schießen noch den einen oder anderen Fehler vermeiden“, bilanzierte die sympathische Läuferin. Wie Recht sie damit hatte, zeigt ein Blick in die Ergebnisliste. Ohne die beiden Fehler beim letzten Schießen wäre der 7. Platz und damit die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft möglich gewesen.
Vielleicht das beste Rennen ihrer Karriere zeigte Denise Herrmann. Ohne Fehler gewann sie deutlich vor Hanna Oeberg aus Schweden (1 Fehler/+ 0:59 Minute) und Anais Bescond aus Frankreich (0 Fehler/+ 1:16 Minute).
Ganz stark präsentierte sich Franziska Preuss als 5. (0 Fehler/+ 2:03 Minute). Gute Ergebnisse lieferten auch Vanessa Hinz auf Platz 15 (2 Fehler/+ 3:36 Minute) und Karolin Horchler als 20. (1 Fehler/3:48 Minute). Keine Weltcuppunkte mehr gab es für Maren Hammerschmidt auf Rang 42 (3 Fehler/+6:00 Minute).
Ein Blick auf die reinen Laufzeiten gab dann weiteren Aufschluss über die Form im deutschen Biathlonlager. Denise Herrmann (+ 0:02 Minute) verfehlte die Bestzeit nur knapp. Vanessa Hinz (+ 1:37 Minute) lag noch vor Janina Hettich (+ 1:56 Minute). Dahinter folgten Franziska Preuss (+ 2:27 Minute), Karolin Horchler (+ 2:50 Minute) und Maren Hammerschmidt (+ 3:16 Minute).
Nach den beiden Mixed-Staffeln am Samstag um 13.15 und 15.00 Uhr beschließt ein Massenstart der Damen am Sonntag um 15.00 die Wettbewerbe in Slowenien, bevor dann die Nominierung für die Biathlonweltmeisterschaften in Antholz/Italien bekannt gegeben wird.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 

Die Lauterbacherin Janina Hettich steigt auf zum Star am Biathlon-Himmel

Tolle Staffelpremiere im Weltcup von Oberhof für Janina Hettich
Deutsche Staffel nach Aufholjagd auf Rang 4 – Glänzende Einzelzeit der Lauterbacher Biathletin
Nach ihrem guten Sprintwettbewerb in Oberhof, insbesondere einer starken Laufleistung,
wurde Janina Hettich vom deutschen Trainerteam erstmals für einen Staffeleinsatz berücksichtigt. Vor über 20.000 Zuschauern am Rennsteig in Oberhof hatten sich die deutschen Biathletinnen vorgenommen, sich gegenüber dem enttäuschenden Staffelwettbewerb von Hochfilzen deutlich zu verbessern.
Groß war die Vorfreude von Janina Hettich vor ihrer Staffelpremiere. „Natürlich war ich nach der Bekanntgabe, dass ich an Position zwei laufen darf, sehr nervös, konnte aber trotzdem gut schlafen und freue mich jetzt auf den Wettbewerb“, so eine sehr gut aufgelegte Janina Hettich.
Leider begann die Staffel für das deutsche Team nicht optimal. Vanessa Hinz konnte zwar im Spitzenfeld gut mithalten, schoss liegend souverän, hatte dann aber beim Stehendschießen Probleme, musste trotz dreier Nachlader in die Strafrunde und konnte erst an 13. Stelle (+ 0:57 Minute) liegend auf Janina Hettich übergeben.
Die ehrgeizige Läuferin des SC Schönwald zeigte, obwohl sie gegen große Namen wie Dorothea Wierer (Italien), Kaisa Mäkärainen (Finnland) oder Ingrid Landmark Tandrevolt (Norwegen) laufen musste, keinerlei Respekt. Auch am Schießstand zeigte die 23-jährige keine Nerven. Sowohl beim Liegend- als auch beim Stehendschießen blieb nur eine Scheibe stehen, die sie mit dem jeweiligen Nachlader „abräumte“. Durch ihre tolle Leistung verbesserte sich Deutschland auf den 9. Zwischenrang (+ 1:20 Minute) und stellte den Anschluss zu weiteren Staffeln wieder her. Ein Blick in die Einzelergebnisse zeigte, dass Janina Hettich auf Ihrer Runde gegen die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevolt, die im Gesamtweltcup auf Rang 3 liegt, nur 4 Sekunden verlor und dass sie der im Weltcup führenden Dorothea Wierer sogar 40 Sekunden abnehmen konnte.
Ebenfalls eine sehr gute Leistung zeigte Maren Hammerschmidt. In der Staffel deutete sie ihr wahres Potential, auch läuferisch, an. Trotz insgesamt vier Nachladern, brachte sie die deutsche Staffel auf den 6 Platz (+ 1:01 Minute) nach vorne. Gewohnt stark in der Loipe präsentierte sich dann Schlussläuferin Denise Herrmann. Nach einer etwas langen Schießzeit beim liegenden Anschlag räumte sie stehend schnell alle Scheiben ab und sicherte der deutschen Staffel nach dem durchwachsenen Start noch einen tollen 4. Platz (+ 1:10 Minute). Die Damenstaffel von Oberhof gewann erwartungsgemäß Norwegen vor Schweden (+ 0:21 Minute) und Frankreich (+ 0:33 Minute).
Sichtlich gelöst zeigte sich Janina Hettich nach ihrem Staffeleinsatz den Fernsehzuschauern.
„Mit nur jeweils einem Nachlader kann ich bei meiner Premiere vor diesem tollen Publikum wirklich sehr zufrieden sein. Auch läuferisch klappte heute alles sehr gut, wenn auch die Beine gerade auf der letzten Runde doch sehr brannten“, bilanzierte eine glückliche Janina Hettich.
Ein Blick auf die Einzelzeiten der deutschen Starterinnen zeigt auch, dass sie zu Recht stolz auf ihren ersten Staffeleinsatz für Deutschland bei einem Weltcup sein kann. Vanessa Hinz benötigte 19:15 Minuten, während Janina Hettich ihr Rennen in 18:35 Minuten absolvierte.
Maren Hammerschmidt erreichte nach 19:03 Minuten das Ziel und Denise Herrmann lag mit ihrer Zeit von 18:30 Minuten nur knapp vor Janina Hettich.
 
Nach dem enttäuschenden Ergebnis in der Staffel von Hochfilzen (Rang 12) befinden sich die deutschen Damen wieder auf dem Weg nach vorne.
Mit dieser couragierten Vorstellung in Oberhof darf sich Janina Hettich Hoffnungen machen, dass sie weiter im deutschen Weltcupteam berücksichtigt wird.
Die nächsten Wettbewerbe finden bereits am 15. (Sprint), 17. (Staffel) und 19. Januar (Verfolger) im bayerischen Ruhpolding statt.